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Cabrio und Gewitter

Welch ein herrliches Gefühl, im offenen Cabrio bei strahlendem Sonnenschein den Sommerwind zu spüren. Was aber, wenn ein plötzliches Sommergewitter aufkommt?
Bei einer geschlossenen Limousine ist bekannt, dass man bei Gewitter nicht von einem Blitzschlag getroffen wird, wenn man im Auto sitzt.
Dies hängt mit einer physikalischen Besonderheit von geschlossenen Metallkäfigen zusammen, genannt faradayscher Käfig.
Der Begriff geht zurück auf den englischen Physiker Michael Faraday und bezeichnet einen Effekt in der Elektrizität.
Elektrische Ladungen stoßen sich ab und sammeln sich an Stellen, wo sie den größten Abstand zueinander haben.
Bei einem geschlossenen räumlichen Gebilde (Kugel, Quader oder dergleichen) ist dies die Oberfläche des Körpers, qasi die Außenhaut. Bei einem Autodach ist die äußere Oberfläche des Autodaches ebenfalls größer als die Fläche im Inneren. Aus diesem Grund zeigt eine geschlossene Limousine die selben physikalischen Eigenschaften wie ein faradayscher Käfig, weshalb eine Person im Inneren nicht von einem Blitz getroffen werden kann. 

Jetzt haben Hochspannungstechniker in einem Versuch entdeckt, dass der Faraday-Effekt auch bei Cabrios mit Stoffdach wirkt.
Der Schutz bietet das Metallgestänge des Verdecks.
Ein Cabrio bietet damit bei Gewitter wie auch ein geschlossenes Auto Blitzschutz für die Insassen, allerdings nur, wenn das Verdeck geschlossen ist.