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Hausnummern - ob modern oder klassisch, Hausnummern müssen sein
Sie brauchen dringend Hilfe. Feuerwehr-, Polizei- und Rettungsdiensteinheiten sind auf dem Weg - aber man findet sie nicht, weil ihr Haus nicht gefunden wird.
 
Auch im Zeitalter der Navigationsgeräte  ist dies ein Thema. Zum einen sind nicht alle Einsatzfahrzeuge mit der modernen Technik ausgestattet zum anderen leitet das Navi zwar an die richtige Stelle, aber wenn Hauseingang neben Hauseingang liegen, dann geht das Raten los.
 
Täglich verlieren Einsatzkräfte wichtige Zeit mit dem „Suchen der Einsatzstelle“, da leider auch heute noch an vielen Häusern keine (erkennbare) Hausnummer vorhanden ist.  In anderen Ländern sind beleuchtete Hausnummern sogar per Gesetz vorgeschrieben. In Deutschland, Österreich und der Schweiz  werden die Hausnummern amtlich durch die entsprechende Stadt/Gemeinde vergeben. Sie dienen der Adressierung, Orientierung und Auffindbarkeit eines Gebäudes.

Um im Ernstfall die Einsatzkräfte nicht unnötig lange suchen zu lassen, sollte eine Person vor der Haustüre auf das Eintreffen der Einsatzkräfte warten und ihnen den Weg weisen.
 
Die Hausnummer wird in der Regel zusammen mit der Baugenehmigung von der Gemeinde als Verwaltungsakt vergeben. Gem. § 126 III BauGB hat der Hauseigentümer die Pflicht, sein Anwesen mit der zugeteilten Hausnummer, von der Straßenseite gut sichtbar, zu versehen.  Kommt er dieser Pflicht nicht nach, handelt er ordnungswidrig und kann mit einem Verwarnungsgeld belegt werden.
 
Die Nummerierung beginnt in der Regel mit einer Art Reißverschlusssystem. Die Nummerierung beginnt an dem der Innenstadt zugewandten Ende der Straße auf der linken Seite mit den ungeraden Nummern, aufsteigend mit der Nummer 1 beginnend und auf der rechten Seite mit den geraden Nummern, aufsteigend mit 2 beginnend, wobei es durch die unterschiedliche Größe der Grundstücke oft vorkommt, das jeweils numerisch nebeneinander liegende Nummern in der Realität nicht gegenüber liegen.
 
Zur Geschichte: Bevor die Häuser mit Nummern versehen wurden, gab es zur Unterscheidung individuelle Hauszeichen und Häusernamen. Die Häuser in den Städten waren meist anhand von bemalten Schildern zu erkennen. In den Dörfern gab es Hofnamen, die nicht immer mit dem Hofinhaber übereinstimmen mussten. Bereits im 15. Jahrhundert gab es die ersten nummerierten Häuser. Flächendeckend eingeführt wurden die Hausnummern aber erst im 18. Jahrhundert.